
Jahreslosungen
Neu: Jahreslosung 2027
erhältlich ab Mitte August 2026
Inmitten
aller Bedrohung
Hilflosigkeit
Ausweglosigkeit
Unsicherheit
inmitten
dem Toben der Mächte
inmitten
meiner Angst
meiner Zweifel
stehe ich
stehe ich
fest
inmitten
Gottes Gegenwart
umfangen
umschlossen
gehalten
inmitten
aller Angst
gibt Er
Grund zur Hoffnung
weil er da ist
für mich
Stärke und Halt
ist
Gedanken zum Motiv:
„Fürchte dich nicht“, so spricht Gottes Verheißungswort durch den Propheten Jesaja zu den verschleppten, gefangenen und verstoßenen Israeliten in Babylon. Resignation überall – hilflos den Machthabern ausgeliefert. Wo ist Gott, hat er sie vergessen?
Mitten hinein in die Ausweglosigkeit gibt Gott seinem Volk die Zusage „Ich bin mit dir“, „Ich sehe dich in deiner Angst und Schwachheit“. Diese Angst soll nicht mehr das letzte Wort haben!
Gott hat der Gnade den Weg bereitet für das „kleine Volk Israel“ und für alle Menschen, den Immanuel und Messias verheißen – den Gott mit uns und Erlöser. Hier, mitten im Elend der Gefangenschaft, beginnt Ostern und geht noch weit über unser jetziges Dasein und unsere Zukunft hinaus. Hier beginnt die Osterbotschaft Jesu, der die Fesseln von lähmender Angst, Schuld, Tod, Anfechtung und Unversöhnlichkeit lösen möchte.
Auch wir leben heute in unsicheren Zeiten, in denen sich Nachrichten über Hass, Kriege und Zerstörung fast überschlagen und unser Herz, unseren Blick und unser gesamtes Leben fesseln und gefangen nehmen. Leben in Zeiten von Informationsflut, in denen richtig und falsch kaum noch zu unterscheiden und zu trennen sind oder wir in persönlichen Nöten, Krisen und Krankheit feststecken.
Hier hinein spricht Gottes Hoffnungswort –
Hoffnung inmitten aller Angst und Unsicherheit – Hoffnung auf Erlösung.
Wir dürfen Gott beim Wort nehmen, der unsere Not sieht – im Großen wie im Kleinen! Gott ist mit uns und mit mir ganz persönlich, auch wenn sich äußere Umstände vielleicht nicht ändern. Es ändern sich der Blickwinkel und unser Herz, wenn wir auf Gottes Möglichkeiten, auf seine Treue und Liebe all unser Vertrauen setzen. Inmitten und trotz allem Leid dürfen wir getröstet und zuversichtlich sein.
Gibt es denn eine größere Hoffnung für unser Leben, als in der Kraft und Gegenwart Gottes – weit über unsere Grenzen hinaus – umfangen, umschlossen und getragen zu sein? Das gibt Mut, den Herausforderungen in diesem Leben zu begegnen, im Vertrauen, dass er da ist, handelt und eingreift, Halt gibt in haltlosen Zeiten.
©Andrea Sautter, ÖAB Berlin
Jahreslosung 2026
Du
aller Welt
und meines Lebens
Anfang und Erfüllung
machst
alles neu
alles Leid
aller Tod
Tränen
Armut
Schmerzen
hinweg gewischt
mit Deinem
himmlischen Trost
Du Erlöser
wohnst in uns
bei uns
und wir in Dir
in alle Ewigkeit
und heute schon
mitten
im Aufruhr dieser Welt
und meines Lebens
stellst
Du uns hinein
in den weiten Raum
Deines Neubeginns
Gedanken zum Motiv:
Siehe, ich mache alles neu! –
Was für eine Verheißung Gottes! Für mich persönlich, aber auch für unsere Welt. So wunderbar, geheimnisvoll, herrlich und schön diese Welt und das Leben ist. So verwundbar, schmerzvoll und grausam kann sie sein und die Menschen, die in ihr leben. Durchwoben von der Kraft der Liebe und der Gnade Jesu, aber auch von Schuld und Leid. Tod, Schmerz und Machtstreben sind untrennbar mit unserer Existenz verbunden.
Alles neu, alles auf Anfang – die Erfüllung der Sehnsucht nach grenzenloser Liebe, Vergebung, Annahme und Geborgenheit.
Alles neu, in jeder Hinsicht – eine grundlegende Heilung aller Wunden und Verletzungen. Schuld, Schmerz, Tod und Kriegsgeschrei … haben nicht mehr das letzte Wort.
Noch leben wir aus der Hoffnung und der Verheißung. Aber einen Vorgeschmack des Himmels und der vollkommenen Liebe Gottes dürfen wir haben, seit Christus in unsere Welt gekommen ist. Kein billiges Vertrösten auf die zukünftige Ewigkeit ist es. Mit Jesus berühren sich Zeit und Ewigkeit schon heute, und wir sind im Glauben hineingestellt in den Raum Gottes, jenseits all unserer Vorstellungskraft, Verstandes, Dimensionen, Weite und Größe. Wenn Christus in mir lebt und ich in Christus, ist Gottes Herrlichkeit bereits im Hier und Jetzt zu finden und angebrochen. Noch bruchstückhaft und vorläufig aber ganz präsent, wenn wir dem Wirken des Heiligen Geistes und dem Wesen Jesu Raum in unserem Leben geben. Lichter sein, an Christi statt in der Unruhe unserer Welt.
Noch müssen wir mit dieser – unserer Welt und all ihren Einschränkungen und Grenzen leben. Aber es wird klar, dass wir als Christen nicht auf das endgültige Chaos der Welt warten müssen. Sondern auf eine herrliche Zukunft, die Christus selbst uns vorbereitet hat, bis wir untrennbar mit Gott, dem Anfang und Vollender allen Lebens und Glaubens, verbunden sind. Gottes Liebe ist durch Christus ausgegossen in die Welt. Und wir dürfen ein Teil der Liebesgeschichte Gottes mit dieser Welt, der Schöpfung und seinen Menschen sein.
Andrea Sautter












